FEEI-Studie: Von 800 fehlenden Technikern und einer sich verschärfenden Situation. Kann der Werkunterricht helfen?

Der FEEI hat eine aktuellen Studie vorgestellt, die sich mit dem vorherrschenden Fachkräftemangel beschäftigt. Die ernüchternde Bilanz: in der Elektro- und Elektronikindustrie fehlen bis zu 800 Techniker. Die Situation wird sich in den kommenden zwei Jahren noch verschärfen, ist Monika Kircher, stellv. Präsidentin des FEEI, überzeugt. Die Rekrutierung ist nämlich alles andere als einfach, insbesondere innerhalb der weiblichen Techniker-Schar.

Ableitend aus den Ergebnissen der Studie formuliert Monika Kircher die Forderungen der Elektro- und Elektronikindustrie an die Bildungspolitik: „Für die Branche ist es essentiell, dass PflichtschulabsolventInnen die Grundfertigkeiten in Lesen, Schreiben und Rechnen beherrschen. Wir sprechen uns auch klar dafür aus, dass Naturwissenschaften und Technik verstärkt in die Lehrpläne Einzug finden.“

„Die Branche tut viel dafür, dass mehr Frauen in die Technik gehen, aber manche Frauen-Programme mussten wieder abgesetzt werden, weil es einfach keine Technikerinnen gab“, erzählt Monika Kircher.

Das bestätigt die Aussage einer anderen Studie (Momotech), die für die Wirksamkeit einzelner Firmenaktivitäten einen durchgängigen, intensiven Technikunterricht an den Schulen voraussetzt.

Dass die Zusammenlegung des Technischen und Textilen Werkens an der Neuen Mittelschule bei Halbierung der Zeit für die Technische Bildung mehr Technikerinnen und Techniker hervorbringen wird, darf bezweifelt werden.

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