Googeln – oder Zusammenhänge be-greifen?

DDr. Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie, moderiert auf Bayern Alpha die Sendung „Geist und Gehirn“. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, in denen er nachweist, dass das Surfen im Internet weniger mit Lernen als mit schleichender Verdummung zu tun hat. Sein letztes Werk „Digitale Demenz“ ist eines der unangenehmsten Sachbücher der letzten Jahre.

Spitzers Fazit: „Die „Generation Google“ (etwa ab dem Jahrgang 1990) hat ein schlechteres Gedächtnis, kommuniziert per Facebook oder SMS mit belanglosen grammatikalischen Krüppelsätzen und hat die Fähigkeit verloren, sich längere Zeit auf etwas zu konzentrieren und komplexe Zusammenhänge zu analysieren. Die älteren Generationen haben komplex verschaltete Gehirne, weil sie das Kopfrechnen lernten, Sachverhalte mühsam in Bibliotheken suchten, sich öfter an der frischen Luft bewegten und sich gesünder ernährten.“

Lhotkas Vermutung: Sie haben auch noch öfter Dinge zerlegt und  wie vorher oder „kreativ neu“ wieder zusammengebaut. Sie haben in den Werkstätten der Väter gebastelt und gewerkelt. Sie hatten noch einen verpflichtenden Werkunterricht. Sie haben nicht auf Tastendruck virtuelle sondern mit viel Geduld ganz reale Modellwelten geschaffen. Sie haben Baumhäuser gebaut und mit Konstruktionsbaukästen neue Maschinen entwickelt.  Im hochmodernen und mit EU-Mitteln geförderten „Inquiry Based Learning“ (Forschendes Lernen) wird das Ganze grad wieder neu erfunden.

Rudolf Öller bespricht in den Vorarlberger Nachrichten dieses Buch. Digitale Demenz 1 Digitale Demenz 2

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